Ernährungsberatung

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Die Ernährungsberatung stellt einen essentiellen, non-invasiven Teil einer jeden Behandlung von Fettstoffwechselstörungen dar und dementsprechend wir freuen uns sehr, dass wir Frau Delia Winke für unser Team gewinnen konnten. 
 


Frau Winke ist eine staatlich anerkannte Diätassistentin und Diätküchenleiterin, die wir auf dieser Seite gerne vorstellen möchten. 
Hier finden Sie Kontaktdaten so wie einen von ihr geschriebenen Einführungsartikel.

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Brandenburg (Havel)

Tel: +493381 804 67 04

Gesundheitszentrum am Hauptbahnhof 
Johann-Carl-Sybel-Str. 1 
14776 Brandenbug (Havel)

Tel: +49331 870 042 92

Potsdam

Servicepunkt K2
Kuckuksruf 9 
14478 Potsdam

Ernst von Bergmann Poliklinik

Tel: +49160 96444149

Charlottenstraße 72
14767 Potsdam ()

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Herzgesund essen – welchen Stellenwert hat die Ernährung bei Fettstoffwechselstörungen?

Delia Winke

Die Art der Ernährungstherapie richtet sich nach den Ursachen eines erhöhten Cholesterinspiegels. Das kann eine Über- oder Fehlernährung, aber auch eine Regulationsstörung wie z.B. die familiäre Hypercholesterinämie sein. Mit Hilfe einer ausführlichen Anamnese sollte analysiert werden, welche Form der Ernährungstherapie den PatientInnen am meisten nützt (1). Diese kann vom behandelnden Arzt verordnet werden, dazu später mehr Informationen.

 

Adipöse PatientInnen profitieren am meisten durch eine Reduktion des Gewichts. Dies ist nach heutigen Erkenntnissen am einfachsten über die Reduzierung der Fettzufuhr mit der Nahrung, eine Einschränkung des Alkoholkonsums und durch mehr körperliche Betätigung zu erreichen. Diese Maßnahmen haben zudem einen günstigen (senkenden) Einfluss auf erhöhte Fettwerte, erhöhte Blutzuckerwerte und den Blutdruck. Bei Normalgewichtigen sollte das Gewicht im Normbereich gehalten werden, um das Risiko der Entstehung von Stoffwechselerkrankungen möglichst gering zu halten (2).+

Die richtige Ernährung ist immer die Grundlage der Behandlung, auch wenn eine ausgeprägte Erhöhung des LDL- Cholesterins vorliegt. Bedenken Sie, dass eine Ernährungsumstellung zur Senkung des erhöhten LDL-Cholesterins und damit zur Einsparung von Medikamenten führen kann. Je niedriger die Dosis, desto besser ist die Verträglichkeit. Dies ist angesichts der Tatsache, dass in der Regel eine lebenslange medikamentöse Therapie notwendig ist, von besonderer Bedeutung (3).

Aber keine Sorge - nicht Verzicht, sondern eine Umstellung der alltäglichen Ess- und Kochgewohnheiten ist angesagt, denn ein Verzicht, z.B. auf Butter oder Eier hat noch keinen Cholesterinspiegel in Ordnung gebracht!

Es geht vielmehr um Portionsmengen, vor allem bei tierischen Lebensmitteln und das Verhältnis von Fettsäuren in der täglichen Nahrungsaufnahme. In der Ernährungsberatung geben wir Ihnen Empfehlungen, welches Pflanzenöl sich zum Braten, Kochen oder für Salate eignet. Wo versteckt sich überall Zucker und ist der Multivitaminsaft tatsächlich so gesund? Mit kleinen Tricks lassen sich verschiedene Speisen mit Omega-3-Fettsäuren anreichern. Haben Sie schon einmal geschroteten Leinsamen im Joghurt oder geröstete Walnüsse im Salat probiert? Auch die Verwendung von Vollkornprodukten spielt eine wichtige Rolle.

Internet und Zeitungen sind voll von Ernährungstipps, was viele PatienInnen verunsichert -und das zurecht. Von Superfoods über LowCarb und Light-Produkten, alles wird angepriesen. Lassen Sie sich nicht entmutigen! Wenn Sie professionelle Unterstützung benötigen, helfen wir Ihnen als Ernährungstherapeutinnen gerne weiter. Der behandelnde Arzt kann eine ärztliche Notwendigkeitsbescheinigung ausstellen und die Krankenkassen bezuschussen die Beratung bis zu 80%.

Fakt ist, wer seinen LDL-Cholesterinspiegel senken will, kommt an einer gesunden Ernährung nicht vorbei!

(1) Ernährungs Umschau I 11/2018 S73
(2) http://www.ernaehrung.de/tipps/fettstoffwechselstoerungen/fett13.php

(3) DGFF Lipid-Liga e.V. Cholesterin-Ratgeber 5. Auflage